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Der lange Weg zum Veneer

Die hauchdünnen Vollkeramikschalen, die anhand einer hochfesten Kunstoffverbundtechnik auf die eigenen Zähne aufgebracht werden, stellen den Zahntechniker vor eine große Herausforderung. Die naturgetreue Nachbildung der Lichtbrechungseigenschaften des natürlichen Zahns steht dabei im Vordergrund.

Oft werden wir danach gefragt, was ein Veneer eigentlich ist. Weil ein Bild bekanntlich mehr sagt als tausend Worte, haben wir den langwierigen Prozess der Veneerherstellung für Sie in Bildern festgehalten.

 
 Abdruck Wir starten mit einem Abdruck der Zähne. Ober- und Unterkiefer werden ebenso abgebildet, wie der Saum des Zahnfleischs. Die spezielle Abdruckmasse, die verwendet wird, muss die Situation sehr präzise wiedergeben, d.h. sie darf während des Aushärtens nicht schrumpfen. Vom Original-Abdruck wird ein Gipsmodell hergestellt.
 Abdruck Fixieren Der Abdruck wird exakt in einer Halterung justiert, um ein perfektes Ergebnis beim Ausgießen zu erzielen.

 Abdruck waagerecht ausrichten

Ein Kunststoffträger wird in passender Größe für den Abdruck ausgesucht. Er wird später die Zahnmodelle tragen, auf die im Labor die Veneers aufmodelliert werden.
 Kunststoffträger in Halterung spannen Der Kunststoffträger wird in einen Halter eingespannt, der es ermöglicht, für jeden Zahn eine Bohrung mit einer Halterung anzubringen.
 Messingstifte in Bohrungen einsetzen In die Bohrungen werden die Messingstifte eingesetzt. Auf jeweils 2 Stiften sitzt später die Abbildung eines Zahnes.
 Bereit zum Ausgießen Die Vorarbeit ist geleistet. Der Abdruck ist bereit zum Ausgießen.
 Das Mischverhältnis muss stimmen Die Masse, mit der gearbeitet wird muss auch hier im genauen Mischungsverhältnis stehen. Schrumpfungsprozesse könnten das Ergebnis sonst verfälschen.

Anmischung unter Vakuum

Auch kleinste Lufteinschlüsse sind im Modell unerwünscht. Die Anmischung der Masse findet deshalb im Vakuum statt.

Ausgießen des Abdrucks

Vorsichtig wird der Abdruck ausgegossen, die frisch angerührte Spezialmasse aus Gips  muss in jeden Winkel laufen und den Abdruck komplett ausfüllen.
 Aushärten Die Trägerplatte wird auf den nun mit der Masse ausgefüllten Abdruck gesetzt. Die Messingstifte ragen in die Masse hinein und zementieren somit fest.
 Abdruck heraustrennen Wie ein in einem „Sandwich“ zeichnen sich die unterschiedlichen Materialien ab. Hier werden der ausgehärtete, ausgegossene Abdruck mit der eingegossenen Trägerplatte aus dem Halter entnommen. Vorsichtig, wie ein rohes Ei muss das Ganze nun behandelt werden.
 Trennung von Trägerplatte und Gussmasse Vorsichtig wird die Trägerplatte mit den darin befindlichen Messingstiften von der Gussmasse getrennt. Eine knifflige Arbeit, die Fingerspitzengefühl erfordert.
 Abdruck und Trägerplatte getrennt Die Trägerplatte und der ausgegossene Abdruck werden getrennt.
 Trennung von Gipsmodell und Abdruck Nun muss die Gussmasse noch vom Abdruck getrennt werden. Vorsichtig werden die Schichten auseinander gezogen…
 Abdruck - Modell - Platte   Der Abdruck, Modell und die Trägerplatte getrennt.
 Abschleifen der Kanten Überstehende Kanten werden peinlich genau abgeschliffen.
 Modell und Abdruck Das Gipsmodell ist nun in Form gebracht. Man sieht den Abdruck in der Negativ-Form und das bearbeitete Modell aus Spezial-Gips im Positiv.
 Trennen der einzelnen Zähne Die einzelnen Zähne werden auseinander gesägt.
 Platzieren der einzelnen Zähne auf Trägerplatte So kann jeder Zahn einzeln auf die Trägerplatte gesetzt werden.
 Dublieren des Modells Jetzt wird vom Gipsmodell ein weiterer Abdruck mit einer Silikonmasse genommen. Das Modell wird "dubliert", diesmal jedoch aus einem feuerfesten Material. Nun existieren 2 Modelle die identisch sind und innerhalb derer die einzelnen Zähne austauschbar sind.
 Erste Keramikschicht

Die erste Keramikschicht wird aufgetragen.
Viele weitere werden folgen.

 Konzentration Große Konzentration, über eine lange Zeit, fordert das Können des Zahntechnikers, hier der Zahntechnikerin, Janine Puder. Umfangreiches Wissen und ein perfektes Gespür für Farbe und Form sind nötig, um die Transluszenz eines natürlichen Zahns nachzubilden. Was kaum jemand weiß – der natürliche Zahn besteht aus unterschiedlichen Schichten, die teils lichtundurchlässig und transparent sind. Diese Schichten gilt es so nachzubilden, dass die Vollkeramiken „von innen heraus strahlen“. Die Königsdisziplin der Zahntechnik…
 Schritt für Schritt zum Erfolg Präzisionsarbeit...
 Arbeit am Modell Schicht um Schicht wird aufgetragen…
 Modell im Artikulator Auch der Biss der Zähne muss berücksichtigt werden. Hier sieht man Ober- und Unterkiefer in einem Artikulator, der die Biss-Situation simuliert.
 Schamotteplatte mit Veneers

Das feuerfeste Trägermaterial mit dem modellierten Veneer wartet auf den Brand.
Erst beim Brand des Veneers wird die Keramik transparent und bekommt die typische Anmutung des natürlichen Zahns.

 Computergesteuerter Brand Der Brennvorgang wird computergesteuert – eine Ungenauigkeit und das kostbare Veneer zerspringt beim Brennen.
 Brennofen öffnet sich Der Brennofen fährt automatisch auf.
 Rot glühende Veneers Rot glühend stehen die wertvollen Arbeiten auf der Schamotteplatte und kühlen langsam ab.
 Veneers auf Modell Hier sieht man die gebrannten Veneers auf dem Modell. Noch erscheinen sie matt, weil die abschließende Bemalung mit der hochglänzenden Glasur bisher fehlt.
 Glanzglasur Der letzte Schliff: Die individuelle Bemalung. Die Zahntechnikerin verleiht dem Veneer in diesem Arbeitsschritt eine hochglänzende, individuelle Note.
 Erneuter Brennvorgang Noch einmal werden die Veneers gebrannt um den Glanz auf der Glaskeramik zu verewigen.
Hochglänzende Veneers Das Ergebnis: Natürliche, hochglänzende transparente Zähne…
 Transparanz Von allen Seiten.
 Abtrennen der Veneers vom Modell Vorsichtig werden die hauchdünnen Schalen vom feuerfesten Stumpf gelöst. Die Arbeit ist fertig zum Einsetzen!
 Veneers in der schönsten Form Das Ergebnis: Traumhafte Zähne!

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